Ein im Journal of Preventive Medicine and Public Health veröffentlichter Fall beschrieb einen 42-jährigen professionellen Schweißer, der Wolfram-Inertgas-Schweißen an kupferbeschichteten Materialien ohne Schutzmaske oder lokale Belüftung durchführte. Unmittelbar nach Abschluss der Arbeiten bemerkte er einen starken metallischen Geschmack. Innerhalb weniger Stunden entwickelte er Kopfschmerzen, Schüttelfrost, Brustbeschwerden, Myalgie, Arthralgie, Fiebergefühl, Durst und allgemeine Schwäche.
Am folgenden Tag, nach Wiederholung der gleichen Kupferschweißaufgabe, verschlimmerten sich alle Symptome erheblich. Bluttests ergaben eine vorübergehende Neutrophilie, Eosinophilie, eine erhöhte Blutsenkungsgeschwindigkeit und ein positives C-reaktives Protein. Sowohl die Kupferwerte im Blut als auch im Urin waren deutlich höher als die seiner Ehefrau, die keiner beruflichen Exposition ausgesetzt war. Seine Symptome ließen erst nach zwei vollen Wochen Abwesenheit vom Kupferschweißen allmählich nach. Der Bericht bestätigte, dass die Exposition gegenüber Kupferdämpfen allein klassisches Metalldampffieber auslösen kann, auch ohne das Vorhandensein von Zink.
Eine ähnliche, aber schwerwiegendere Situation wurde in einer 2022 auf PMC veröffentlichten Fallstudie berichtet. In diesem Bericht verbrachte ein mittelalter Schweißer mehrere Stunden mit dem Schweißen von verzinktem Stahl in einem schlecht belüfteten Graben. Innerhalb weniger Stunden entwickelte er trockenen Husten, hohes Fieber, starke Kopfschmerzen, Dyspnoe und Erbrechen.
Laboruntersuchungen zeigten dramatisch erhöhte hochsensitive C-reaktive Proteinspiegel, Neutrophilie und Zinkspiegel im Urin von über 3.500 μg/24h. Obwohl seine Sauerstoffsättigung bei 97,9 % blieb, benötigte er eine Kortikosteroidbehandlung zur Genesung. Antibiotika waren unwirksam, da es sich bei der Erkrankung um eine chemische Pneumonitis handelte, die durch Zinkoxiddämpfe und nicht durch eine bakterielle Infektion verursacht wurde.
Zusammenfassend zeigen diese Berichte, wie die Exposition gegenüber Schweißrauchen – insbesondere in schlecht belüfteten Umgebungen – schnell zu Metalldampffieber oder sogar zu schweren Lungenschäden führen kann.